Everytime
...

Ich kann gut verstehen, dass du übelst angepisst bist wegen der Bernd-Sache.
Und vor allem verletzt.
Wieso ist er mit ihr glücklich, warum er, der dich so mies behandelt hat, aber nicht du, die guter und warmherziger Natur ist, ihn nicht schlecht behandelt hat?
Es zerreißt einen, man fühlt sich erdrückt und es sticht irgendwie im Herz - auch wenn man eigtl denkt, man sei über eine Person hinweg.
Es ist eine unglaubliche Last, die einen so erdrückt, aber man weiß nicht, wieso, und vor allem: wie es weggeht.
Wie andere Gedanken bekommen? Wie sich selbst wieder fangen?

Und an diesem Punkt kommt die Essstörung ins Spiel, von der man anfangs glaubt, es sei keine Störung, sondern eine Möglichkeit, wieder klar zu kommen.
Den Kopf mit anderen Gedanken füllen, abgelenkt sein mit Kalorienzählen, das Gefühl haben, wenigstens irgendetwas in seinem Leben noch kontrollieren und planen zu können, wo doch alles andere den Bach runtergeht und aus den Rudern läuft.

Doch irgendwann dreht sich der Spieß schon wieder um, und alles ist noch schlimmer, als es war.
Der Kopf droht vor Gedanken zu zerplatzen - vor Gedanken, die sich ausschließlich ums Essen und Nichtessen drehen, Sport, Kalorien, Körper, Fett, Andere, Man selbst, Hass, Depressionen, Selbstmitleid, Kraftlosigkeit, Kotzen, Erschöpfung.
Ehe man merkt, was mit einem los ist, ist es eh schon zu spät.
Kontrollverlust.
Zwang.
Leid.

Dabei wollte man doch nur wieder glücklich werden...
21.2.08 18:51
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Designer


On the run

Gratis bloggen bei
myblog.de